Ich habe ihn verloren ... und etwas anderes dafür gefunden!

Nach einem tiefen traumlosen Schlaf habe ich jedes Gefühl für Raum und Zeit verloren. Sogar ich selbst bin mir ein bisschen abhanden gekommen. Wer war ich doch gleich und was tue ich eigentlich hier? Da überkommt es mich, das Lächeln. Egal ob ich noch vor ein paar Stunden den Faden oder sogar den Sinn im Leben verloren habe. So what, dann hat es eben keinen Sinn. Und das ist gar nicht schlimm, sondern befreiend. Jetzt entsteht ein feiner Raum der Leere, der sich ausdehnen möchte ...




Ich atme und spüre einen leichten Widerstand in der Brust. Einen kühlen Luftzug an meiner Kehle und es tut irgendwie gut, zu leben. Blut pulsiert in meinen Adern. Ganz behutsam und fein verströmen sie eine angenehme Wärme in mir. All dies geschieht ohne große Leuchtreklameschilder, die blinken und sagen „Hier ist das Leben!“. Meine Empfindungen sind sehr subtil und dennoch von klarer, unaussprechlicher Schönheit.

 

Wolken ziehen an meinem Fenster vorbei, einige sind mit schwarzer Nässe vollgesogen, einige sind luftig leicht wie Zuckerwatte. Hell und dunkel, Licht und Schatten. Sie spielen Fangen vor meinem Fenster und ich frage mich, wer gewinnt. Was spiele ich eigentlich hier drinnen für ein Spiel? Ich weiß es nicht mehr. Es spielt keine Rolle mehr, alles ist verrückt. Ich genieße es einfach, zu spüren, dass ich lebe. Das ist alles, nicht mehr, nicht weniger.

 

Ob ich jetzt weine oder lache oder einen seltsamen, emotionslosen Zustand irgendwo dazwischen erlebe, ich lebe. Daraus wächst eine feine Knospe der Liebe und Dankbarkeit. Nicht die Liebe, die so heftig ist, dass man zerspringen mag, nein, viel subtiler und sanfter, wie das Atmen. Ich schaue einfach nur zu. Wolken, Atem. Farben. Ein zarter pastellfarbener Abendhimmel. Schönheit berührt mich mit suchenden Händen. Ein Gefühl der Sehnsucht überkommt mich. Alle Atome in mir beginnen zu schwingen und flüstern zu mir: Du musst nichts tun. Du bist hier, das genügt. Du musst nichts mehr erreichen. Komm nach Hause. Du bist schon Zuhause. Es darf so einfach sein. 

 

Ich seufze. Wie sehr ich dieses Gefühl vermisst habe.


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Comments: 6
  • #1

    Julia (Friday, 19 June 2015 21:41)

    Ohh wie poetisch und philosophisch. Mir gefällt der Text sehr gut, er tröstet und ist so warm und doch so klar und rein. Er ist wunderschön. Weiter so Caro.

  • #2

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